Softbaits gehören zu den am häufigsten verwendeten Kunstködern für Raubfisch. Ob du nun auf Hecht, Zander oder Barsch angeln möchtest, mit dem richtigen Shad oder Creature Bait kannst du das ganze Jahr über erfolgreich sein.
Der große Vorteil von Softbaits ist ihre natürliche Bewegung. Selbst bei einer langsamen Präsentation bleiben sie für Raubfische attraktiv. Deshalb sind sie oft die erste Wahl, wenn Fische vorsichtig oder passiv sind.
In diesem Leitfaden erfährst du, welche Arten von Softbaits es gibt, wie du sie montierst und wann du welche Technik anwendest.
Was sind Softbaits?
Softbaits sind weiche Kunstköder aus Gummi oder Silikon. Sie ahmen einen Beutefisch, Krebs, Wurm oder ein anderes Wassertier nach.
Im Gegensatz zu Hardbaits fühlen sich Softbaits natürlicher an, wenn ein Fisch sie nimmt. Deshalb hält ein Raubfisch den Köder oft länger fest, was die Chance auf einen erfolgreichen Haken erhöht.
Softbaits werden üblicherweise mit folgenden Methoden gefischt:
- einem Jigkopf (Jigköpfe)
- einer Texas Rig (weedless Offset-Haken)
- einer Carolina Rig
- einer Dropshot-Montage
- einem Offset-Haken
Ihre Vielseitigkeit macht sie für nahezu alle Gewässer und Bedingungen geeignet.
Warum sind Softbaits so effektiv?
Softbaits bieten einige wichtige Vorteile: eine natürliche Schwimmaktion, Eignung für langsames Angeln, gute Wirkung in kaltem Wasser, Einsatz auf nahezu jeder Tiefe und viele Montagemöglichkeiten.
Vor allem Zander reagieren hervorragend auf subtile Softbaits, die dicht über dem Grund gefischt werden. Auch große Hechte lassen sich regelmäßig von langsam präsentierten Shads verführen.
Welche Arten von Softbaits gibt es?
Shads
Shads sind mit Abstand die beliebtesten Softbaits. Sie haben einen fischförmigen Körper mit einem Schaufelschwanz, der beim Einholen Vibrationen erzeugt, wodurch sie stark einem schwimmenden Beutefisch ähneln. Unser komplettes Angebot findest du in der Kategorie Softbaits.

Beste Shads für Hecht
Für Hecht sind größere Modelle oft am effektivsten: 15 bis 20 cm für den Allround-Einsatz, 20 bis 30 cm für große Hechte. Wähle aktive Schaufelschwänze, die viele Vibrationen erzeugen. In trübem Wasser funktionieren Shads mit viel Aktion hervorragend.
Beste Shads für Zander
Zander verlangt meist eine subtilere Präsentation. Beliebte Größen liegen zwischen 8 und 15 cm, mit schlanken Profilen und weniger aggressiver Aktion. Besonders im Winter sind Shads oft der effektivste Kunstköder für Zander.
Creature Baits
Creature Baits sind Softbaits, die Krebse, Garnelen oder andere Wassertiere imitieren. Sie haben oft Beinchen, Tentakel und Flappen, die unter Wasser viel Bewegung erzeugen. Sieh dir unser Angebot an Kunstköder Zubehör für ergänzendes Material an.

Creature Baits sind ideal für Barsch und Zander und eignen sich perfekt für eine Texas Rig oder Carolina Rig. Besonders in Gewässern mit Flusskrebsen können sie besonders effektiv sein.
Twisters
Twisters gehören zu den ältesten Softbaits. Sie haben einen langen, gekräuselten Schwanz, der schon bei minimaler Bewegung wirkt, sind günstig, mit viel Aktion und geeignet für langsames sowie schnelles Angeln. Eine ausgezeichnete Wahl für Anfänger, die auf Barsch, Zander oder kleine Hechte angeln.

Welche Softbait-Größe wählen?
Viele Angler wählen zu klein. Raubfische können überraschend große Beutetiere fressen.
| Zielfisch | Empfohlene Größe |
|---|---|
| Barsch | 5–10 cm |
| Zander (Standard) | 8–12 cm |
| Zander (größere Exemplare) | 12–15 cm |
| Hecht (kleine Gewässer) | 12–15 cm |
| Hecht (Allround) | 15–20 cm |
| Hecht (große Exemplare) | 20 cm+ |
Passe die Größe immer an die vorhandene Beutefischart an.
Welche Softbait-Farbe funktioniert am besten?
Klares Wasser — verwende natürliche Farben wie Silber, Weißfisch-Imitationen, Barschemuster und Grün. Diese fallen weniger auf und wirken natürlich.
Trübes Wasser — wähle auffällige Farben wie Chartreuse, Gelb, Orange oder Firetiger. Diese sind unter schlechten Bedingungen besser sichtbar.
Dunkles Wetter oder tiefes Wasser — dunkle Farben wie Schwarz, Lila und Dunkelbraun erzeugen ein starkes Silhouette.
Die richtige Jigkopf wählen
Ein Softbait funktioniert erst richtig mit dem passenden Jigkopf. Das Gewicht bestimmt, wie schnell dein Köder absinkt und wie gut du Bodenkontakt hältst.

| Wassertiefe | Gewicht |
|---|---|
| 1–2 Meter | 3–7 Gramm |
| 2–4 Meter | 7–14 Gramm |
| 4–8 Meter | 14–21 Gramm |
| Tiefer als 8 Meter | 21 Gramm oder mehr |
Verwende immer das leichteste Gewicht, mit dem du noch guten Bodenkontakt hältst. Für zusätzliche Genauigkeit kannst du auch Tungsten Jigheads verwenden, die bei gleichem Gewicht kompakter sind.
Wie montiert man einen Softbait korrekt?
- Halte den Jigkopf neben den Softbait.
- Markiere, wo der Haken herauskommen soll.
- Stecke den Haken gerade durch die Nase.
- Schiebe den Shad vollständig auf den Haken.
- Lass den Haken genau an der markierten Stelle herauskommen.
Ein schief montierter Shad schwimmt unnatürlich und zieht weniger Bisse an.
Texas Rig und Carolina Rig
Texas Rig — ein Offset-Haken kombiniert mit einem Bullet Weight. Weniger Hänger, perfekt für hindernisreiche Gewässer wie Häfen, Schilfgürtel und Wasserpflanzen. Für Barsch und Zander eine sehr beliebte Technik.
Carolina Rig — ähnlich wie das Texas Rig, aber mit mehr Abstand zwischen dem Jigkopf und dem Haken. Der Köder hat dadurch mehr Bewegungsfreiheit, was zu einer natürlicheren Präsentation führt. Ideal für passive Fische und kalte Bedingungen. Verwende dafür Dropshot Blei oder Inline Blei.
Was ist die beste Schnur für Softbaits?
Für das Softbait-Angeln ist geflochtene Schnur fast immer die beste Wahl. Kein Dehnen, mehr Gefühl, bessere Hakeigenschaften und direkter Kontakt zum Köder, du spürst sogar leichte Taps von Zander sofort.

Möchtest du lieber eine Übersicht aller Raubfisch Angelschnüre, findest du bei uns eine umfangreiche Auswahl.
Empfohlene Durchmesser:
- Hecht: 0,14 bis 0,20 mm geflochtene Schnur
- Zander: 0,10 bis 0,14 mm geflochtene Schnur
Kombiniere dies immer mit einem geeigneten Leader als Vorfach.
Softbaits pro Saison
Frühjahr — nach der Laichzeit sind Raubfische aktiv. Wähle mittelgroße Shads und Creature Baits und angle aktiv.
Sommer — angle früh oder spät am Tag. Shads und Texas Rigs auf flach gefischte Kunstköder funktionieren gut.
Herbst — viele Raubfischer betrachten dies als die beste Zeit. Große Shads, aktives Angeln und viel Wasser absuchen.
Winter — langsames Angeln funktioniert jetzt am besten. Große Shads auf Carolina Rigs, bodennah gefischt.
Sieh dir auch unsere komplette Seite über Raubfisch Angelzubehör für weitere Tipps und Produkte pro Saison an.
Häufige Fehler beim Softbait-Angeln
Zu schwer angeln — ein zu schwerer Jigkopf macht den Köder unnatürlich.
Zu schnell einholen — besonders Zander mag eine langsame Präsentation.
Falsche Größe wählen — großer Köder fängt oft größere Fische. Trau dich größer zu gehen.
Keinen Bodenkontakt halten — bei vielen Techniken ist Bodenkontakt entscheidend.
Falsche Schnur verwenden — Nylon dämpft viele Signale. Geflochtene Schnur gibt viel mehr Kontrolle.
Welche Softbaits sollte jeder Anfänger haben?
Mit dieser Basis bist du für die meisten Situationen vorbereitet:
- Shad 10 cm in einer natürlichen Farbe
- Shad 10 cm in einer auffälligen Farbe
- Shad 15 cm in einer natürlichen Farbe
- Shad 15 cm in einer auffälligen Farbe
- Creature Bait
- Twister
- Jigköpfe / Jigköpfe in verschiedenen Gewichten
- Weedless Offset-Haken
Sieh dir unser komplettes Angebot an Softbaits und Raubfisch Kunstköder an, um die richtige Wahl zu treffen.
Fazit
Softbaits sind vielleicht die vielseitigsten Kunstköder für Raubfisch. Von Hecht über Zander bis Barsch: mit dem richtigen Shad, Creature Bait oder Twister kannst du das ganze Jahr über erfolgreich angeln.
Der Erfolg hängt vor allem von der richtigen Größe, der richtigen Farbe, dem richtigen Gewicht und der richtigen Präsentation ab. Wer das Angeln mit Softbaits lernt, hat immer eine verlässliche Waffe in der Tacklebox.
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