Das Dropshot Rig ist ohne Zweifel eine der effektivsten Techniken zum Angeln auf Barsch und Zander. Besonders wenn Fische passiv sind oder viel Angeldruck herrscht, kann diese Finesse-Technik den Unterschied zwischen Schneidertag und Fang ausmachen.
In diesem kompletten Ratgeber lernst du nicht nur, wie du ein Dropshot Rig bindest, sondern vor allem wann, warum und wie du es optimal einsetzt.
Was ist ein Dropshot Rig?
Das Dropshot Rig ist eine Montage, bei der das Blei am Ende der Schnur sitzt und der Haken darüber. Dadurch schwebt dein Köder dauerhaft über dem Grund.
Das sorgt für:
- maximale Kontrolle über deinen Köder
- eine natürliche Präsentation
- weniger Hängergefahr

Warum ist das Dropshot Rig so effektiv?
Der große Unterschied zu anderen Rigs liegt in Kontrolle und Subtilität.
Während ein Jig ständig bewegt wird, kannst du mit Dropshot:
- deinen Köder an einer Stelle halten
- minimale Bewegungen geben
- Fische länger schauen und entscheiden lassen
Besonders in kalten Perioden und an stark befischten Gewässern ist das extrem effektiv.
Dropshot Rig binden: Schritt für Schritt
Schritt 1: Hauptschnur verbinden
Verwende eine geflochtene Schnur mit Fluorocarbon-Vorfach. Verbinde beide mit einem FG-Knoten oder Albright-Knoten.
Schritt 2: Haken binden
Verwende einen Palomar-Knoten und führe das Schnurende nochmals durch das Öhr, damit der Haken gerade nach oben steht.

Schritt 3: Blei befestigen
Befestige das Dropshot-Blei 20 bis 50 cm unter dem Haken.
Wie angelst du mit dem Dropshot Rig?
Genau hier kannst du dich von anderen Anglern unterscheiden.
1. Stehen lassen: die meistunterschätzte Technik
- Lass das Blei auf dem Grund ruhen
- Bewege nur die Rutenspitze ganz subtil
- Der Köder bleibt an derselben Stelle
Perfekt für passive Fische.
2. Schleifend angeln
- Ziehe das Blei langsam über den Grund
- Baue zwischendurch Pausen ein
Ideal, um Wasser abzusuchen.
3. Aktiv einholen
- Mit kurzen Kurbelumdrehungen arbeiten
- Kleine Stopps einbauen
Funktioniert gut bei aktiven Fischen.
Wann verwendest du das Dropshot Rig?
Das fehlt bei vielen Erklärungen, ist aber entscheidend.
Verwende Dropshot bei:
- kaltem Wasser
- hohem Angeldruck
- klarem Wasser
- passiven Fischen
- vertikalem Angeln
Nicht ideal bei:
- sehr aggressiven Fischen, dann ist ein Jig oft besser
Beste Softbaits für Dropshot
- Würmer als Klassiker
- schlanke Shads
- Creature Baits
- kleine Krebse
Tipp: Je subtiler der Köder, desto besser funktioniert er.

Häufige Fehler
- zu viel mit der Rute bewegen
- zu schweres Blei verwenden
- keine straffe Schnur halten
- zu große Softbaits verwenden
- zu schnell angeln
Biss erkennen: wo viele Angler Fehler machen
Ein Biss beim Dropshot fühlt sich oft an wie:
- ein kleiner Tick
- oder einfach nur zusätzliches Gewicht
Schlage nicht sofort hart an, sondern baue Spannung auf und setze dann den Haken.
Dropshot vs. andere Rigs
Fazit
Das Dropshot Rig ist kein simples Einsteiger-System, sondern eine der vielseitigsten und effektivsten Techniken überhaupt.
Wer es gut beherrscht, fängt mehr Fisch. Punkt.
FAQ
Was ist der beste Abstand zwischen Haken und Blei?
Zwischen 20 und 50 cm, abhängig davon, wie hoch du über dem Grund angeln möchtest.
Welchen Knoten verwendest du für Dropshot?
Der Palomar-Knoten ist der Standard.
Funktioniert Dropshot im Winter?
Ja, gerade dann ist es eine der besten Techniken.
Welche Fische fängst du mit Dropshot?
Vor allem Barsch und Zander, aber auch Hecht und Forelle.