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Brassenfutter: So machst du das beste Futter für große Brassen

Brasem lokvoer: zo maak je het beste voer voor grote brasem - Hengelsport De Goeie Vangst

Wer gezielt auf Brassen angelt, weiß, dass gutes Lockfutter oft den Unterschied zwischen einzelnen Bissen und einem echten Top-Tag macht. Brassen sind typische Grundfische, die lange auf einem Futterplatz bleiben können, aber nur, wenn dort genug Attraktivität und Futter vorhanden ist. Das richtige Brassenfutter ist daher keine beliebige Mischung. Es sollte süß sein, schwer genug, um schnell den Grund zu erreichen, und grob genug in der Struktur, damit die Fische aktiv suchen.

In diesem Artikel erfährst du, welches Lockfutter für Brassen am besten funktioniert, welche Zutaten wichtig sind und wie du das Futter für Teich, Kanal und fließendes Wasser richtig vorbereitest.

Warum Brassenfutter anders ist als normales Friedfischfutter

Brassen fressen vor allem am Grund. Mit ihrem ausstülpbaren Maul saugen sie Futter, Schlamm und Bodenteilchen ein und filtern die fressbaren Bestandteile heraus. Dadurch reagieren sie anders auf Futter als zum Beispiel Rotaugen. Ein gutes Brassenfutter sollte daher nicht schon auf halbem Weg zerfallen, sondern erst am Grund aufbrechen.

Das hat einige wichtige Vorteile:

  • der Futterplatz bleibt kompakt

  • Duft- und Geschmacksstoffe werden genau am Grund freigesetzt

  • Brassen suchen länger auf deinem Platz

  • die Fische sättigen sich weniger schnell

Gerade wenn ein Schwarm Brassen auf den Platz kommt, kann es schnell gehen. Dann muss dein Futter nicht nur attraktiv sein, sondern auch genug Volumen und Wirkung haben.

Was ist gutes Brassenfutter?

Gutes Lockfutter für Brassen hat meistens drei klare Eigenschaften: süß, schwer und grob.

1. Süß in Geruch und Geschmack

Brassen reagieren auffällig oft auf süße Aromen. Deshalb findest du in vielen erfolgreichen Rezepten Zutaten wie:

  • Melasse

  • Vanille

  • Karamell

  • Biskuit- oder Keksmehl

  • brauner Zucker oder Traubenzucker

Diese süßen Duftspuren helfen Brassen, dein Futter schneller zu finden, auch in trübem Wasser.

2. Schwer genug für den Grund

Besonders in tieferem Wasser oder in Kanälen ist es wichtig, dass das Futter schnell absinkt. Deshalb werden oft bindende und beschwerende Zutaten hinzugefügt, zum Beispiel:

  • Copra Melasse

  • Lehm

  • Bentonit

  • PV1 oder Collant

  • feuchte Erde

So verhinderst du, dass dein Futter schon unterwegs auseinanderfällt und Fische von deinem Hakenköder wegzieht.

3. Grobe Struktur

Große Brassen mögen Futter, in dem etwas zu finden ist. Eine etwas gröbere Mischung funktioniert oft besser als sehr feines, stark wolkendes Futter. Gute Zusätze sind zum Beispiel:

  • gemahlener Hanf

  • Mais

  • Caster

  • geschnittene Würmer

  • Pellets

  • grobe Brot- und Keksteilchen

Diese grobere Struktur sorgt dafür, dass die Fische länger am Platz fressen.

Lockfutter für Brassen

Die beste Basis für Brassenfutter

Eine gute Allround-Basis für Brassenfutter besteht meistens aus einer Kombination dieser Zutaten:

  • Paniermehl für Volumen

  • Keksmehl oder Biskuitmehl für Süße

  • Maismehl oder Polenta für Farbe und Nährwert

  • Copra Melasse für Bindung und süßen Geruch

  • gemahlener Hanf für zusätzliche Attraktivität

Ein einfaches und effektives Grundrezept ist:

Allround-Rezept für Brassenfutter

  • 2 Teile Paniermehl

  • 1 Teil Keksmehl

  • 1 Teil Maismehl oder Polenta

  • 1 Teil Copra Melasse

  • 0,5 Teile gemahlener Hanf

Das ist ein guter Ausgangspunkt für Teiche, Kanäle und langsam fließendes Wasser. Danach passt du das Futter an die jeweiligen Bedingungen an.

Brassenfutter für stehendes Wasser

An Teichen und anderen ruhigen Gewässern darf dein Futter etwas leichter sein. Es muss den Grund erreichen, muss aber weniger stark gebunden werden als in Strömung.

Gute Optionen für stehendes Wasser

  • Paniermehl

  • Biskuitmehl

  • Maismehl

  • Hanf

  • etwas Kokosmehl für zusätzliche Aktivität

  • Caster und geschnittene Würmer

Hier funktioniert ein Futter, das am Grund relativ schnell aufbricht, oft ausgezeichnet. So verteilen sich kleine Partikel über den Platz und Brassen bleiben aktiv am Suchen.

Lockfutter unter Wasser

Brassenfutter für Kanal oder fließendes Wasser

In Kanälen und Flüssen sollte Brassenfutter vor allem schwerer und klebriger sein. Sonst zerfällt es zu schnell oder wird vom Futterplatz weggespült.

Was kannst du hinzufügen?

  • schwerer Lehm

  • Bentonit

  • extra Copra Melasse

  • Polenta

  • PV1 oder Collant

  • optional gemahlene Pellets

Eine gute Basisidee für Kanal oder leichte Strömung ist:

Rezept für Kanal oder leicht fließendes Wasser

  • 500 g Brotmehl

  • 500 g süßes Keksmehl

  • 150 g Polenta

  • 1 bis 2 kg Lehm oder Bentonit, je nach Strömung und Tiefe

So bekommst du ein Futter, das den Grund gut erreicht und trotzdem attraktiv bleibt.

Lebendköder machen den Unterschied

Wer gezielt große Brassen fangen möchte, landet oft bei Lebendködern im Futter. Das sind keine einfachen Extras, sondern oft wichtige Trigger, damit Brassen länger am Platz bleiben.

Die meistgenutzten Zusätze sind:

  • Maden

  • Caster

  • geschnittene Würmer

  • manchmal Mais

  • manchmal kleine Pellets

Vor allem Caster und Würmer sind sehr stark für Brassen. Sie sorgen dafür, dass die Fische weiter suchen und am Grund wühlen. Mische Lebendköder erst kurz vor dem Angeln unter das Futter, damit sie frisch und aktiv bleiben.

Maden als Lebendköder für Brassen

So bereitest du Brassenfutter richtig vor

Selbst das beste Rezept funktioniert nur mäßig, wenn du es falsch anfeuchtest. Die Zubereitung ist fast genauso wichtig wie die Zusammensetzung.

Die richtige Vorgehensweise

Feuchte das Futter immer in mehreren Schritten an. Meistens funktioniert es so am besten:

  1. mische zuerst alle trockenen Zutaten gründlich

  2. gib in zwei oder drei Schritten Wasser hinzu

  3. lasse das Futter zwischendurch 10 bis 15 Minuten ruhen

  4. siebe es danach gründlich

  5. passe es am Wasser bei Bedarf noch leicht an

Warum ist das so wichtig? Weil alle Partikel gleichmäßig Feuchtigkeit aufnehmen. Dadurch entsteht ein homogenes Futter ohne trockene Klumpen oder zu nasse Stücke.

Warum Sieben so wichtig ist

Gesiebtes Futter:

  • bricht am Grund schöner auf

  • enthält keine Klumpen

  • lässt sich besser formen

  • arbeitet konstanter

Für Feederangler ist das mindestens genauso wichtig. Eine gut gesiebte Mischung läuft sauberer aus dem Futterkorb und arbeitet am Grund deutlich vorhersehbarer.

Lockfutter sieben

Extra-Tipp: Futterbälle glasieren

Angelst du tief oder in Strömung? Dann ist das Glasieren eine clevere Technik. Dabei reibst du mit nassen Händen über die Außenseite des Futterballs, sodass er glatt und kompakt wird.

Das Ergebnis: Die Außenseite bildet eine Art Schutzschicht. Dadurch kommt der Futterball sauber unten an und bricht erst am Grund auf. Das ist ideal für Brassen.

Beste Additive für Brassen

Brassen reagieren oft gut auf süße Additive. Beliebte Optionen sind:

  • Melasse

  • Karamell

  • Vanille

  • Erdbeere

  • süße Brassenbooster

Übertreibe es aber nicht. Eine leichte Zugabe ins Anmachwasser reicht meistens aus. Zu viel Aroma kann an manchen Gewässern sogar kontraproduktiv wirken.

Dynamite Baits Wowsers Geschmackssprays

Häufige Fehler bei Brassenfutter

Einige Fehler sieht man immer wieder:

Zu nass füttern

Dann bricht das Futter nicht richtig auf und du sättigst die Fische zu schnell.

Zu wenig füttern

Ein Brassen-Schwarm frisst ordentlich. Auf einem leeren Platz sind die Fische schnell wieder weg.

Falsche Struktur

Zu feines Futter zieht oft kleine Fische an. Für größere Brassen funktioniert eine etwas gröbere Mischung meistens besser.

Keine Anpassung an das Gewässer

Was am Teich funktioniert, muss im Kanal nicht optimal sein. Passe Gewicht, Bindung und Aktivität immer an Tiefe und Strömung an.

Was ist nun das beste Brassenfutter?

Das beste Brassenfutter ist eine süße, schwere und grob aufgebaute Mischung, die schnell zum Grund sinkt und dort erst aufbricht. Eine Basis aus Paniermehl, Keksmehl, Maismehl und Copra Melasse funktioniert fast immer gut. Ergänze Caster, Maden oder geschnittene Würmer und stimme die Bindung auf das Gewässer ab.

Für stehendes Wasser wählst du meist ein etwas leichteres und aktiveres Futter. Für Kanal oder Strömung gibst du mehr Lehm, Bentonit oder bindende Bestandteile hinzu.

Wenn du das richtig machst, steigt die Chance deutlich, dass Brassen deinen Futterplatz nicht nur finden, sondern auch lange dort bleiben.

Fazit

Brassenfutter muss nicht kompliziert sein, aber es muss stimmen. Die richtige Balance aus Süße, Gewicht, Struktur und lebenden Zusätzen entscheidet über den Erfolg. Bereite dein Futter ruhig und sorgfältig vor, siebe es gut und passe es an das Gewässer an, an dem du angelst. So baust du einen Futterplatz auf, dem Brassen vertrauen.

Willst du gezielt große Brassen fangen, dann ist gutes Lockfutter kein Detail, sondern deine Basis.