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Welsangeln für Anfänger: der komplette Guide

Zo vang je meerval: complete gids voor beginners - Hengelsport De Goeie Vangst

Welsangeln funktioniert besonders gut in großen Flüssen, tiefen Seen und auf Angelreisen in Regionen mit einem guten Welsbestand. Entscheidend sind kräftiges Gerät und stark riechende Köder wie tote Köderfische, Würmer oder Pellets. Die besten Fangzeiten liegen meist in der Dämmerung und nachts, vor allem in den warmen Monaten. Suche nach tiefen Rinnen, Außenkurven und struktureichen Bereichen.

Was macht das Welsangeln so besonders?

Der Europäische Wels ist der größte Süßwasserfisch unserer Region. Er lebt in tiefen Flussabschnitten und großen Stillgewässern, orientiert sich stark über Geruch, Druckwellen und Vibrationen und kann deutlich über zwei Meter lang werden. Wer kraftvolle Drills und echte Abenteuer sucht, findet im Welsangeln eine besonders spannende Fischerei.

Wo kannst du Welse fangen?

Welse kommen besonders häufig vor in:

  • großen Flüssen wie Maas, Schelde und Rhein
  • tiefen Kanälen und Seen mit viel Struktur
  • Außenkurven, Brückenbereichen, Buhnen und Hafeneinfahrten

Wähle Plätze mit deutlichen Tiefenunterschieden, Hindernissen oder Strömungskanten. Dort stehen Welse oft und warten auf Beute.

Gefangener Wels aus der Maas

Die richtige Ausrüstung zum Welsangeln

Rute

  • kräftige Rute mit mindestens 100 g Wurfgewicht
  • beim Uferangeln meist 2,70 m oder länger
  • Welsruten sind deutlich belastbarer als normale Karpfenruten

Rolle

  • große Stationär- oder Freilaufrolle ab etwa Größe 4500
  • starke Bremse und robustes Gehäuse
  • Welsrollen sind für hohe Zugkräfte ausgelegt

Schnur und Vorfach

  • geflochtene Hauptschnur ab etwa 0,40 mm oder starkes Nylon
  • abriebfestes Vorfach aus Kevlar oder vergleichbarem Material mit mindestens 50 kg Tragkraft
  • starke Haken in Größe 5/0 oder 6/0

Köder für Wels: Was funktioniert wirklich?

  • Würmer: große Bündel aus Tauwürmern gehören zu den bewährtesten Ködern.
  • Tote Köderfische: Rotauge, Brasse oder Makrele sind stark riechend und gut sichtbar.
  • Pellets: Fischmehl- oder spezielle Welspellets eignen sich für Selbsthakmontagen.
  • Kunstköder: große Gummifische, tief laufende Wobbler und schwere Blinker.

Verwende keine zu kleinen Köder. Große Welse reagieren meist besser auf ein deutliches Köderangebot, das genügend Geruch und Druckwellen erzeugt.

Wels beim Bootsangeln gefangen

Techniken zum Welsangeln

1. Grundangeln

  • verwende eine schwere und sichere Bleimontage
  • präsentiere den Köder auf oder knapp über dem Grund
  • nutze Bissanzeiger oder behalte die Rutenspitze ständig im Blick

Diese Methode ist besonders beim nächtlichen Uferangeln effektiv.

2. Posenangeln

  • große, tragkräftige Pose mit Laufblei
  • Köder knapp über dem Grund anbieten
  • ideal an Hindernissen, Kanten oder abfallenden Ufern

3. Kunstköderangeln

  • große Gummifische oder Wobbler grundnah führen
  • vom Ufer werfen oder vom Boot schleppen
  • Geschwindigkeit und Lauftiefe regelmäßig variieren

Tipp: Rasseln, Lockstoffe oder stark vibrierende Köder können zusätzliche Reize setzen.

Die beste Zeit zum Welsangeln

  • Frühjahr: steigende Aktivität, Welse ziehen häufiger in flachere Bereiche.
  • Sommer: Hauptsaison, besonders aktiv in der Dämmerung und nachts.
  • Herbst: tiefere Zonen werden wichtiger, statisches Angeln ist oft effektiv.
  • Winter: deutlich träger, deshalb an den tiefsten Stellen suchen.

Die besten Tageszeiten sind meist Dämmerung, Nacht und früher Morgen.

Sicherheit und Fischversorgung

  • trage Handschuhe, da das Welsmaul sehr rau ist
  • lande sehr große Fische möglichst zu zweit
  • lasse große Welse zum Abhaken möglichst im Wasser
  • hebe einen Wels niemals an Kiemen oder Schwanz hoch
  • verwende eine große Abhakmatte oder eine gut gepolsterte Unterlage

Häufige Fehler beim Welsangeln

  • Zu leichtes Gerät: erhöht das Risiko von Schnurbruch und Rollenschäden.
  • Zu kleiner Köder: erzeugt oft zu wenig Reiz für große Fische.
  • Falsche Tageszeit: tagsüber sind Welse häufig weniger aktiv.
  • Unbekannter Angelplatz: prüfe Hindernisse und Tiefen vor dem Angeln.

Checkliste für Anfänger

✔ kräftige Rute und Rolle für Gewichte ab 100 g
✔ geflochtene Hauptschnur ab etwa 0,40 mm
✔ starke Haken in Größe 5/0–6/0 und robustes Vorfach
✔ Würmer, Pellets oder tote Köderfische
✔ Bissanzeiger, Rutenhalter oder große Pose
✔ Abhakmatte, großer Kescher und Handschuhe
✔ Stirnlampe oder Taschenlampe für das Nachtangeln


Häufig gestellte Fragen

Kann man Wels mit Hähnchenbrust fangen?

Ja, Hähnchenbrust wird gelegentlich als Alternativköder verwendet. Sie ist weich und geruchsintensiv, funktioniert aber meist weniger zuverlässig als natürliche Köder wie Fisch oder Würmer.

Ist ein Wels gefährlich?

Für Menschen ist ein Wels normalerweise nicht gefährlich. Er besitzt keine scharfen Zähne, aber ein sehr raues Maul. Trage deshalb beim Landen und Abhaken Handschuhe.

Kann man Wels vom Ufer fangen?

Ja. Entscheidend ist, dass du tiefe Bereiche, Außenkurven, Hindernisse oder andere strukturreiche Plätze erreichen kannst. An solchen Stellen ist erfolgreiches Uferangeln sehr gut möglich.